Wolfgang Amadeus Mozart komponierte das Sextett "Ein musikalischer Spass" 1787, die Bezeichnung "Dorfmusikantensextett" ist etwas irreführend, denn Zielscheibe von Mozarts Spott sind zwar auch unfähige Musiker, etwa aufgeblasene Konzertmeister und betrunkene Hornisten, in erster Linie aber unfähige Komponistenkollegen, denen sowohl die eigenen musikalischen Ideen als auch die kompositionstechnischen Kenntnisse abgehen. Die Ideenlosigkeit wird gleich im ersten Satz offenbar. Mangels thematischen Materials ist die Durchführung nur kurz, die Reprise gerät ebenso ledern wie die Exposition. Im Trio des Menuetts verspielen sich die offenbar betrunkenen Hornisten. Das Adagio cantabile reiht gebräuchliche musikalische Versatzstücke aneinander, es endet mit einer Kadenz für die erste Geige, die am Ende in luftiger Höhe Ganztöne aneinander reiht, wohl weil der Konzertmeister zu dicke Finger hat. Im finalen Presto bleibt der Versuch einer vierstimmigen Fuge schon im Ansatz stecken. Der Satz endet mit drei Akkorden in vier verschiedenen Tonarten. Um zu vermeiden, dass eifrige Kopisten die offensichtlichen Fehler eigenmächtig korrigieren, hat Mozart die Stimmen eigenhändig geschrieben.
KV 522, Divertimento für Streichquartett und 2 Hörner F-Dur
Orchester: Die Musiziergemeinschaft der Kasino-Gesellschaft Leverkusen e.V.
Leitung: Ulrike Rocholl
Aufnahme am 21. Mai 2017 in der ev. Christuskirche, Leverkusen-Wiesdorf
KV 522, Dorfmusikantensextett, `Ein musikalischer Spass', Einführung
KV 522, Dorfmusikantensextett, `Ein musikalischer Spass', die „Komposition“
KV 522, Dorfmusikantensextett, `Ein musikalischer Spass', Tonbeispiele
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