Was bewirkt Mozarts Musik für die Hörer?
Charakter und Thema wirken nicht melancholisch, höchsten vorübergehend traurig wie die Trauer eines Kindes. Mozart verwendet verschiedene Darstellungsmittel, man hört die „eigentlichen“ Themen sofort, und sie wirken nie rau oder aufdringlich. Exposition, Seitenthema, Schlussgruppe, all dies gehört wunderbar zu einer Einheit zusammen, eine Fortspinnung des ersten Eindrucks, des ersten Gedanken. Reprise und Coda fassen noch einmal ohne Trübsinn zusammen. Die Grundstimmung hält sich wie ein sprachlicher Ausdruck.
Verzweiflung und Wehmut kommen in Mozarts Musik nie in dramatischer Quintessenz vor wie in Beethoven oder Schubert oder auch Bach, es ist eher eine ewig hoffnungsfreudige Kindlichkeit, die eine sehnsuchtsvolle Entwicklung in den Tönen begründet.
Text: Ann-Helena Schlüter
KV 284, Klavier-Sonate D-Dur
Solisten: Ann-Helena Schlüter (Klavier)
Aufnahme am 28. Februar 2015 in der Kirche St. Johannis, Karlstadt
KV 284, Klavier-Sonate D-Dur
KV 284, Klavier-Sonate D-Dur, Allegro
KV 284, Klavier-Sonate D-Dur, Polonaise rondeau
KV 284, Klavier-Sonate D-Dur, Andante
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