BIS Zentrum, Mönchengladbach

Nach längerer Pandemie bedingter Pause kehrte das Alma Quartett mit Mozarts KV 458, Schuberts Quartettsatz und Beethovens Op.130 ins BIS zurück. Genau 10 Jahre vorher gab das Quartett dort sein Debüt und eröffnete unter dem Titel „Jubel und Jammer“ seinen viel beachteten Beethoven Zyklus.



KV 458, Streichquartett B-Dur
Solisten: Fabian Kircher (1. Violine), Andreas Greuer (2. Violine), Martin Börner (Viola), Markus Beul (Violoncello)
Aufnahme am 22. September 2023 im Zentrum BIS, Mönchengladbach

KV 458, Streichquartett B-Dur
KV 458, Streichquartett B-Dur, Allegro vivace assai
KV 458, Streichquartett B-Dur, Menuetto - Moderato
KV 458, Streichquartett B-Dur, Adagio
KV 458, Streichquartett B-Dur, Allegro Assai

KV 458 BIS Zentrum, Mönchengladbach

Das Quartett KV 458 B-Dur ist das vierte von insgesamt sechs Josef Haydn gewidmeten Streichquartetten Wolfgang Amadeus Mozarts. Es entstand in den Jahre 1783 und 1784. Wegen seines fanfarenartigen Anfangsthema und der Takt- und Tonartwahl ist es auch unter dem Namen Jagdquartett bekannt geworden.
Mozarts Verwendung der Tonart B-Dur geht immer Hand in Hand mit einer optimistischen und zuversichtlichen Grundstimmung. Der feierliche langsame Satz in Es-Dur ist übrigens nur einer von zwei Adagio Sätzen in Mozarts Streichquartett Œuvre.


Fabian Kircher

Fabian Kircher, in Dortmund geboren, studierte bei Mintcho Mintchev in Essen und war Schüler von Yfrah Neaman und Herman Krebbers. Er ist Konzertmeister der Niederrheinischen Sinfoniker Krefeld/Mönchengladbach.


Andreas Greuer

Andreas Greuer, in Braunschweig geboren, studierte bei Atila Aydintan in Hannover. Er war auch Schüler von Yair Kless und Yfrah Neaman. Er ist erster Geiger bei den Dortmunder Philharmonikern.


Martin Börner

Martin Börner, in Düsseldorf geboren, studierte bei Hatto Beyerle in Wien und bei Emile Cantor in Trossingen. Außerdem gehörte Serge Collot zu seinen Lehrern. Er ist Vorspieler der Bratschen bei den Niederrheinischen Sinfonikern.


Markus Beul

Markus Beul, in Düsseldorf geboren, studierte bei Mirko Dorner in Essen und bei Walter Nothas in München und zählte Boris Pergamenschikow und Rudolf Metzmacher zu seinen Lehrern. Auch er ist Mitglied der Dortmunder Philharmoniker.


Alma-Quartett

Das Alma Quartett (alma: Geist, Seele, Nahrung) hat sich mit der Wahl seines Namens selbst die programmatische Richtung vorgegeben - eine in die Tiefe gehende werkgetreue Interpretation – quasi Nahrung für die Seele.
Das dafür notwendige Know-How holte sich das Alma Quartett bei berühmten Vorbildern, wobei an erster Stelle das Amadeus Quartett genannt sei. Auf Einladung der Karl-Klingler-Stiftung kam es außerdem zu Begegnungen mit Thomas Kakuska (Alban Berg Quartett), Andras Keller und Franz Beyer.
Wichtige Impulse erhielt das Quartett ferner durch die Arbeit mit Emile Cantor, Walter Levin (LaSalle Quartett) und Eberhardt Feltz. Letzterer lud es 2002 auch zum Meisterkurs an die HfM Hanns Eisler in Berlin ein.
Durch regelmäßiges Konzertieren auf hohem Niveau hat sich das 1999 gegründete Quartett auch überregional und international einen guten Namen gemacht und es inzwischen sogar bis Australien geschafft. Zahlreiche Werke von der Wiener Klassik bis zur Moderne wurden seitdem zur Aufführung gebracht. Insbesondere die Werke von Haydn und Beethoven tauchen häufig in den Konzertprogrammen auf. Als Höhepunkt sei hier die zyklische Gesamtaufführung aller Beethoven Quartette in den Jahren 2013 – 2015 zu nennen.