Das altstadtherbst orchester düsseldorf

altstadtherbst orchester Düsseldorf

Das altstadtherbst orchester düsseldorf formierte sich 1991 als Festivalorchester anlässlich des 1. Düsseldorfer Altstadt Herbst. Es debütierte mit Poulencs Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken und Schönbergs "Verklärte Nacht". Bereits im Jahr darauf begann es mit seinem fortlaufenden Zyklus der Beethoven-Sinfonien innerhalb des Festivals im Jahr 2000 wurde er mit der Aufführung der 9. Sinfonie vervollständigt. Die Sinfonien wurden in der Regel ergänzt durch die Uraufführung einer vom Festival in Auftrag gegebenen Komposition, wodurch das Orchester sich einen Namen machte als Interpret zeitgenössischer Musik. Die Leitung dieser Konzerte lag in den Händen von Martin Fratz, Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein, aber auch als Gast tätig, unter anderem am Leipziger Gewandhaus.
Das Orchester besteht aus Mitgliedern nordrhein-westfälischer Symphonieorchester und vor allem aus freiberuflichen Musikern. Deren Anzahl hat sich in den letzten Jahren erheblich erhöht, da es inzwischen weitaus mehr hochqualifizierte Musiker als feste Stellen in Berufsorchestern gibt. Insofern hat das Orchester durchaus auch eine Funktion als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.
Neben den Festival-Auftritten arbeitet das Orchester kontinuierlich mit verschiedenen Kirchenmusikern der Region zusammen. Zum Repertoire des Orchesters gehören Klassiker der Kirchenmusik wie Bachsche Kantaten und sein Weihnachtsoratorium, die Requiem von Verdi und Brahms, aber auch, als ein Beispiel von Kirchenmusik dieses Jahrhunderts, die Trois petites Liturgies de la Présence divine von Olivier Messiaen. Im Oktober 2006 spielte das Orchester erstmals Beethovens Missa solemnis . Ein Höhepunkt in der Geschichte des Orchesters war die Teilnahme am Festakt zum 50jährigen Bestehen des Landes NRW 1996, der auch vom WDR-Fernsehen live übertragen wurde. Als besonders ehrenvoll betrachtet das Orchester jedoch die Aufgabe, in Vertretung der Düsseldorfer Symphoniker Aufführungen in der Deutschen Oper am Rhein zu spielen. Es begann 1997 mit zwei Aufführungen von Humperdincks "Hänsel und Gretel". Außer regelmäßigen Wiederholungen dieses Werks wurde das Orchester für Aufführungen der Operette “Meine Schwester und ich “ von Ralph Benatzky und für die Musicals "My Fair Lady" und "Anatevka" engagiert. Die Zusammenarbeit wurde seit 1997 kontinuierlich fortgesetzt.
Im September 2002 bestritt das Orchester die Uraufführung der Jugendoper “The Bird Garden” des englischen Komponisten Quentin Thomas, eine Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem altstadtherbst. 2006 wurde das Orchester für die neue Inszenierung des Musicals „Kiss me Kate“ verpflichtet, die in der Ausweichspielstätte der Deutschen Oper am Rhein, der Rheinoper mobil, erfolgreich aufgeführt wurde, 2007 begleitete es das Gastspiel des Moskauer Stanislavsky-Balletts in der Rheinoper. In dieser Saison ist das Orchester für den "Zigeunerbaron" von Johann Strauß engagiert Die Zusammenarbeit mit der Oper ist insofern bemerkenswert, da an öffentlich subventionierten Theatern sonst ausschließlich tarifvertraglich organisierte Berufsorchester spielen und der Einsatz des Orchesters somit einzigartig ist.