Panometer Leipzig

Zurück zu seinen Wurzeln - so könnte man das vergangene Projekt der SINFONIA LEIPZIG auch beschreiben. Das noch junge Orchester, welches sich 2015 zunächst unter dem Namen “SommerOrchester Leipzig” gründete, ist vor allem durch seine außergewöhnlichen Aufführungen an meist außergewöhnlichen Orten bekannt. Ob Humperdincks Märchenoper “Hänsel und Gretel” in einer Wohnung, Brahms Requiem als rein instrumentale Interpretation mit Kammerorchester und Theremin in der Krypta des Völkerschlachtdenkmals, oder eben eine Mozart-Oper in der Arena am Panometer Leipzig. Bereits im Juli 2017, damals noch im Rahmen der Sommerbühne, führte der Klangkörper, welcher zu einem Großteil aus freischaffenden Musikern besteht, “Don Giovanni” auf. Dieses Mal plante man die Aufführung einer weiteren Mozart-Oper, der “Die Zauberflöte”. Auch diese Sommeroper sollte zunächst als Open Air Veranstaltung in der Arena am Panometer stattfinden. Aufgrund der unsicheren Wetterlage wurde die Veranstaltung jedoch in das Panometer verlegt. Dies tat dem Ganzen allerdings keinen Abbruch, denn das Panometer überzeugte mit Yadegar Asisis Panorama “Carolas Garten” im Hintergrund und dem Aussichtsturm als mehrstöckige Bühne als einmaliger Veranstaltungsort mit märchenhaftem Bühnenbild. Unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent Christopher Lade musizierte das Orchester vor und unter dem Turm. Eine Etage darüber konnte man die Solisten bewundern. In der gekürzten Version übernahmen die Solisten teilweise gleich mehrere Partien. Zu hören waren somit Sarah Kollé (Pamina und 1. Dame), Clara Barbier Serrano (Königin der Nacht und Papagena), Lena Spohn (2. Dame), Lauren Swan Lade (3. Dame), Marc-Eric Schmidt (Tamino), Jae-Hyong Kim (Papageno) sowie Joshua Morris (Sarastro). Auf der zweiten Etage des Turmes überzeugt der Projektchor unter Leitung von Thomas Stadler. Eine weitere Besonderheit dieser ausverkauften Veranstaltung war die Einbindung eines Schauspielers, der die originalen (von Emanuel Schikaneder geschriebenen) Dialoge aller Figuren übernahm. In einer sehr unterhaltsamen Art sprang Peter Waros, der die Besucher bereits am Eingang herzlich begrüßte, zwischen den Rollen hin und her und sorgte so für einige Lacher im Publikum.

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Fotos: Ludwig Angerhoefer


KV 620, Oper `Die Zauberflöte'
Orchester: Sinfonia Leipzig
Solisten: Sarah Koll‚ (Pamina/1. Dame), Clara Barbier Serrano (Königin der Nacht/Papagena), Jae-Hyong Kim (Papageno), Marc-Eric Schmidt (Tamino), Joshua Morris (Sarastro), Lena Spohn (2. Dame), Lauren Swan Lade (3. Dame), Martina Müller (1. Knabe), Anna Heidl (2. Knabe), Lena Vosgerau (3. Knabe), Peter Waros (Sprecher)
Leitung: Christopher Lade
Aufnahme am 12. Juli 2019 im Panometer Leipzig

KV 620, Oper `Die Zauberflöte'
KV 620, Oper `Die Zauberflöte', 1. Akt
KV 620, Oper `Die Zauberflöte', 2. Akt

KV 620 Panometer Leipzig

Mit seinem letzten Bühnenwerk (es wurde am 30. September 1791, nur wenige Wochen vor seinem Tod, in Wien uraufgeführt) schuf Wolfgang Amadeus Mozart eine der bis heute weltweit beliebtesten Opern.
Die Handlung des ungekürzt mehr als dreistündigen Werkes ist schnell erzählt: Prinz Tamino wird von der Königin der Nacht beauftragt, ihre Tochter Pamina aus der Gewalt des Zauberers Sarastro – eines aus ihrer Sicht schrecklichen Tyrannen - zu befreien. Die drei Damen der Königin geben Tamino noch den leider offenkundig feigen, aber umso genußfreudigeren Vogelfänger Papageno als Begleiter mit auf den Weg und statten die beiden mit einem Glockenspiel und einer magischen Flöte aus, die ihnen bei möglicherweise auftretenden Schwierigkeiten helfen sollen. Schon bald stellt Tamino fest, dass die dunklen Mächte nicht etwa Sarastro unterstehen, sondern der Königin der Nacht, die ihn getäuscht hat, um sich mit seiner Hilfe an Sarastro zu rächen. Um Pamina zu erobern und ihre Freiheit zu gewinnen, muss Tamino drei Prüfungen bestehen und unter der wohlwollenden und weisen Führung Sarastros den symbolgeladenen Weg zur wahren Liebe und zum Licht beschreiten. Am Ende sieht sich die Königin der Nacht und ihr Gefolge vernichtend geschlagen, Pamina und Tamino finden sich (natürlich) und auch für Papageno gibt es ein Happy-End.
An der „Zauberflöte“ schieden sich schon früh die Geister, und es gibt sicher nur wenige Werke der Operngeschichte, die so oft und so unterschiedlich und vielschichtig gedeutet wurden. Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel zum Beispiel hielt sie für ein „Machwerk“, der Dichter Johann Wolfgang von Goethe hingegen für ein Meisterwerk. Durch den Einfluss zweier gegensätzlicher Welten - des populären Wiener Vorstadttheater einerseits und des philosophischen Aufklärungsdramas andererseits - ließ sich das Werk nur schwer einordnen: Ist es ein Märchen für Kinder oder eine esoterische Abhandlung voller Freimaurer- Symbolik oder ein volkstümliches Singspiel voller Sinnbilder, ein Nebeneinander der großen Aufklärungsideen und kindlicher Vorstellungen, die durch Mozarts Musik verständlich gemacht, geordnet und ins Gleichgewicht gebracht werden?
Am Ende aber scheinen alle Deutungen und Schubladen gar nicht so wichtig zu sein. Denn die Musik der „Zauberflöte“ verzaubert mit ihrer Poesie und Schönheit nicht nur die Akteure der Oper, sondern auch und erst recht ihr Publikum. So öffnet sie die Tür in die große weite Welt der Phantasie und der Assoziationen, in der jede und jeder eigene Bilder und Bezüge findet.

Clara Barbier Serrano

Die Sopranistin Clara Barbier Serrano begann mit 6 Jahren, am Konservatorium in Montpellier Geige zu spielen und im Chor zu singen. Es folgte eine Gesangsausbildung bei Elsa Maurus in Paris, gleichzeitig studierte sie Barockgeige, Musiktheorie und -analyse am Conservatoire à rayonnement régional de Paris. Seit September 2016 ist sie Studentin der HMT Leipzig bei Prof. Carola Guber und Mitglied der Liedklasse von Prof. Alexander Schmalcz.
Zudem nahm sie an Meisterkursen bei Regina Werner, Christine Schäfer, Neil Semer, Françoise Tillard, Philipp Moll und Eric Schneider teil. In Paris sammelte sie Erfahrungen im Bereich Konzertgesang mit Solopartien in Mozarts Requiem, Krönungsmesse, Faurés Requiem und Dvoraks Messe in D.
In der International LiedDuo Competition in Groningen erhielt sie, zusammen mit dem Pianisten Pieter van Delden, den « Vrienden van het Lied Award ». Seitdem geben sie regelmäßige Liederabende in den Niederlanden (Rotterdam, Wageningen, Leiden, Amsterdam Opernfoyer). Ihre ersten Schritte auf der Opernbühne machte sie als Despina (2015) und Susanna (2017) in einer Sommerakademie in Collevecchio, Italien. In 2017-2018 sang sie den Ersten Knaben in der Oper Leipzig und im Sommer 2018 trat sie als Rosmene (Imeneo, Händel) und Königin der Nacht (in einer Kurzfassung der Zauberflöte für « Klassik für Kinder » in Leipzig) auf. Seit 2017 ist sie Stipendiatin des Deutschlandstipendiums, sowie seit 2019 des Yehudi Menuhin Live Music Now e.V. Leipzig.
Im Sommer 2019 wird sie an der « Verbier Festival Academy » die Opernund Lied-Meisterkurse besuchen.

Sarah Kollé

Die niederländisch - schweizerische Sopranistin Sarah Kollé studierte von 2011 bis 2014 an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Jane Thorner-Mengedoht und hat dort ihr Bachelor Studium mit Auszeichnung abgeschlossen.
Von 2014-16 war sie Mitglied des Schweizer Opernstudios, wo sie u.a. die Rollen der Despina (Cosi fan tutte, Mozart), Emmeline (Die Schweizer Familie, Weigl), Lucy (The Telephone, Menotti), der Morgana (Alcina, Händel) sowie ein Konzert im Guggenheim Museum Bilbao (Streichquartett Nr.2, Schönberg) gesungen hat. In der Saison 2015/16 hat sie ihr Debüt am Theater Biel/Solothurn in der Rolle des Oberto (Alcina,Händel) gegeben. Weitere Rollen waren die Sie in der Sitcom Opera Minibar von Sven Daigger zusammen mit der Jungen Norddeutschen Philarmonie und Woglinde (Das Rheingold, Wagner). Sie hat Meisterkurse bei Edda Moser, Regina Werner-Dietrich, Valérie Guillorit und Peter Berne besucht.
Seit 2016 setzt Sarah Kollé ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Prof. Caroline Stein fort. Für 2018 sind Hanne (Die Jahreszeiten, Haydn) und Sesto (Giulio Cesare, Händel) mit dem Orchester der HMT Leipzig geplant.
Sie ist Stipendiatin der Ruth und Ernst Burkhalter Stiftung, der DOMS Stiftung und war 2016 Finalistin beim 30. Dostal Operettenwettbewerb in Wien.

Lena Spohn

Lena Spohn wurde in Stuttgart geboren. Als Mitglied des Kinderchores der Staatsoper Stuttgart sammelte sie schon früh erste Bühnenerfahrung. Zunächst studierte sie Schulmusik mit Hauptfach Violine sowie Philosophie in Stuttgart. Im Januar 2017 schloss sie den Bachelor im Fach Gesang an der HfMDK Stuttgart in den Klassen von Prof. Georg Nigl und Prof. Ulrike Sonntag mit Auszeichnung ab. Gefördert durch das Baden- Württemberg Stipendium absolvierte sie von September 2015 bis Juni 2016 am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris ein Studienjahr in der Klasse von Prof. Malcolm Walker und besuchte die Liedklasse von Anne le Bozec sowie die Barockinterpretationsklasse von Kenneth Weiss. Sie nahm an Meisterkursen u.a. bei Rita Dams, Hartmut Höll und Anna Bonitatibus teil und erhielt wichtige Impulse von Margreet Honig. Derzeit vervollständigt Lena Spohn ihre Ausbildung im Master Operngesang bei Prof. Carola Guber in Leipzig.
Als Solistin im Konzert- und Liedfach war sie bereits mehrfach in Süddeutschland zu hören. Gemeinsam mit ihrer Duopartnerin Mildred Derenty-Camenen tritt sie regelmäßig als Liedsängerin in Stuttgart und Region auf. Seit der Spielzeit 2012/13 ist sie als Mitglied des Zusatzchores der Staatsoper Stuttgart engagiert. Sie ist Stipendiatin von „Yehudi Menuhin - Live Music Now Stuttgart e.V.“ und wurde im Februar 2017 als Stipendiatin an der 32. Händelakademie des Badischen Staatstheaters unter der Leitung von Michael Fichtenholz ausgewählt.
Bereits während des Studiums war die Mezzosopranistin in verschiedenen Opernproduktionen zu erleben. In der Spielzeit 18/19 ist sie in der männlichen Hauptrolle des Enrico in der Wiederentdeckung "Idalide" von L. Cherubini am Theater Rudolstadt, sowie als 2. Dame in Mozarts Zauberflöte bei den Ettlinger Schloßfestspielen zu hören.

Lauren Swan Lade

Lauren Swan Lade studierte Liedgesang und Kammermusik bei Elly Ameling, Wolfgang Holzmair, Barbara Bonney, Graham Johnson und Julius Drake am Franz-Schubert-Institut in Baden bei Wien sowie im SongFest Programm an der Coburn Universität in Südkalifornien. Mittlerweile hat sie sich auf der Opern- wie auf der Konzertbühne bereits einen Namen gemacht, so als Alt-Solistin in Händels „Messiah“ mit dem Fort Collins Orchester Colorado, als zweite Sopran-Solistin mit der UCLA Philharmonie in Mozart’s C-Moll Messe sowie als Alt-Solistin mit „The Angeles Chorale“ in Vivaldis Gloria und Bachs Magnificat.
Ihr Debüt als Rosina in „Il Barbere di Siviglia“ mit dem Pacific Opera Project wurde von den Kritikern in Los Angeles ausnahmslos als „fesselnd dargestellt ... ohne jedweden Hinweis auf die enorme sängerische Herausforderung dieser Rolle“ gewürdigt.
Lauren stand als Gertrude Stein in der Welt-Premiere einer neuen Kammerversion von Jonathan Sheffer’s „Blood on the Dining Room Floor“ auf der Bühne und ist in der vom Komponisten dirigierten offiziellen Aufzeichnung zu hören. Eine weitere Hauptrolle übernahm sie in Ravels „L’enfant et les sortilèges“ in einer neuen Produktion des aufstrebenden Regisseurs James Darrah beim Hawaii Performing Arts Festival. Zudem war sie als Ottone in Händel’ „Agrippina“, Nireno in Händels „Giulio Cesare in Egitto“, Soeur Mathilde in Poulencs „Dialogues des Carmélites“, mit Hauptrolle in Francesco Cavallis „Giasone“ sowie als Stewardess in Jonathan Dove’s „Flight“ zu erleben.
Lauren ist Preisträgerin auf Kreisebene des Metropolitan Opera National Council Award und erstplatzierte Preisträgerin auf Kreiseben der National Association of Teachers of Singing. Sie wurde ebenfalls im Classical Singer Vocal Competition, von The Opera Buffs, von Leni Fe Bland von der Santa Barbara Foundation sowie von der Gluck Foundation geehrt.

Marc-Eric Schmidt

Der 1989 geborene Tenor Marc-Eric Schmidt studierte zunächst Musikwissenschaft und Schulmusik an der Universität Mainz, bevor er sein Gesangsstudium an der HfM Mainz aufnahm. Im Herbst 2014 wechselte er an die HMT Leipzig, wo er derzeit bei Prof. Berthold Schmid im Masterstudiengang Operngesang studiert. Als Opernsolist war er bereits an den Staatstheatern Mainz und Wiesbaden sowie an der Oper Frankfurt, am Stadttheater Rudolstadt und den Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen. 2016 debütierte er an der Oper Leipzig in Nino Rotas Aladin. Ein Gastengagement führte den jungen Tenor an die Junge Oper Stuttgart, wo er in Gion Antoni Derungs a-cappella-Oper Benjamin seine solistischen Fähigkeiten und Ensembleerfahrung unter Beweis stellen konnte. Als Mime in Wagners Rheingold und als Knusperhexe in Hänsel und Gretel stand er im vergangenen Jahr in den Hochschulproduktionen der HMT Leipzig auf der Bühne. In dieser Spielzeit ist er als Pappacoda in J. Strauss' Eine Nacht in Venedig am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz- Zittau und als Mr. Erlanson in S. Sondheims Lächeln einer Sommernacht am Theater Plauen-Zwickau zu erleben. Auch als Konzertsolist war Schmidt in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland zu hören: So sang er neben verschiedenen Kantaten und Oratorien im Rhein-Main-Gebiet und in Leipzig u. a. Charpentiers Te Deum im Wetzlarer Dom. Die Passionen und das Weihnachtsoratorium J. S. Bachs runden seine regelmäßige solistische Konzerttätigkeit ab.

Jae-Hyong Kim

Der Koreaner Jae-Hyong Kim studierte in seiner Geburtsstadt Seoul an der KyungHee Universität und seit April 2001 Gesang bei Heinz Reeh an der Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler‘ Berlin. Er ist Preisträger beim Internationaler Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg und beim Liedwettbewerb ‚Franz Schubert‘ in Seoul. Jae-Hyong Kim absolvierte Meisterkurse bei George Fortune, Thomas Quastoff, Wolfram Rieger und Peter Konwitschny. Und arbeitete u.a. mit Dirigenten wie Jörg- Peter Weigle, Kurt Masur, Jun Märkl, Risto Joost, Howard Arman und Roger Norrington zusammen.

Joshua Morris

Joshua Morris wurde in Genf, Schweiz geboren. Nach seinem Jura Studium fing er 2013 seinen Bachelor an der Haute Ecole de Musique Genève an und schloss diesen im Sommer 2016 ab. Im selben Jahr traf er bei einem Meisterkurs in Paris Frau Prof. Regina Werner-Dietrich und entschied seine Studien mit Ihr in Leipzig fortzusetzen. Im Herbst 2018 schloss er so seinen Master an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ab. Schon während seines Studiums in Genf wurde er für verschiedene Opernproduktionen engagiert so u.a. Commendatore/Masetto (Don Giovanni/Mozart) unter der Leitung Olivier Murith, Colas (Bastien und Bastienne/Mozart) mit dem Orchestre de Chambre de Genève unter der Leitung Arie van Beek, Seneca (L’incoronazione di Poppea/Monteverdi), Herr Peachum (Die Dreigroschenoper/ Brecht, Weill) unter der Regie Stephan Grögler, Zuniga (Carmen/ Bizet). Solist in mehreren Oratorien, Messen und Passionen u.a. von Bach, Saint-Saëns, Händel, Rossini, Buxtehude. 2017 in Haydns »Stabat Mater« und in Brittens »Noye’s Fludde«. Während seines Masterstudiums hat der Fasolt (Das Reihngold/ Wagner) und Alfred P. Doolittle ( My fair Lady/ Loewe) in Studioproduktionen der Hochschule gesungen, Sarasto ( Die Zauberflöte/ Mozart) mit dem MUKO Orchester und wurde vermehrt als Gast an der Oper Leipzig engagiert so u.a. als Der Kanzler/De Montrésor ( Der Rebell des Königs/ Gounod), Marchese d’Obigny (La Traviata/ Verdi), verschiedene Partien in Lulu/ Berg. 2018/19 Deputierter (Don Carlo, Verdi) und Ein Kappadozier (Salome/ Strauss).

Peter Waros

Peter Waros, 1977 in Rostock geboren, wuchs in Stralsund und Dresden auf. Bereits als Kind und Jugendlicher stand er vielfach auf der Bühne, so zum Beispiel an der Semperoper Dresden, an den Landesbühnen Sachsen sowie am Landestheater Parchim, wo er in diversen Rollen zu sehen war. Er begann eine Lehre als Krankenpfleger, entschied sich dann aber zu einem Wechsel und ließ sich ab 2000 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock zum Schauspieler ausbilden. 2003 erhielt er beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender in Graz den Max-Reinhardt-Preis sowie den Preis der Studierenden. Sein Erstengagement führte ihn ab 2004 für vier Jahre an das Luzerner Theater. Von 2008 bis 2017 war er festes Ensemblemitglied am Theater Oberhausen. Er arbeitete mit Regisseuren wie Herbert Fritsch, Jürgen Kruse, Joan Rechie und Peter Carp zusammen. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen Burns in Enda Walshs Schauspiel PENELOPE, Kostja in Anton Tschechows DIE MÖWE sowie Darwin in der Weltentstehungs-Revue EINE KURZE GESCHICHTE DER WELT nach dem Buch THE STORY OF EVERYTHING von Neal Layton. Seit 2018 ist Peter Waros festes Ensemblemitglied des Rheinischen Landestheaters Neuss.

Thomas Stadler

Thomas Stadler (geb. 1995 in Landshut) erhielt seine erste musikalische Ausbildung in den Fächern Klavier, Orgel, Gesang und Musiktheorie in der Musikschule seiner Heimatstadt Rottenburg, Bayern. Seit 2014 studiert er Chor- und Ensembleleitung an der HMT Leipzig bei Prof. Roland Börger, seit 2018 zusätzlich Kirchenmusik mit Orgelunterricht bei Anna-Victoria Baltrusch und David Timm.
Derzeit ist Thomas Stadler Chorleiter der Taborkantorei Leipzig und des Leipziger Oratorienchors, mit denen er Werke von Volksliedgut über Kantaten von Johann Sebastian Bach bis hin zu großen Chor- und Orchesterwerken wie G. Ph. Telemanns Lukaspassion, Mozarts Requiem, der Johannespassion oder dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach aufführt. Dabei arbeitet er mit Orchestern wie Mendelssohn Kammerorchester Leipzig und dem Akademischen Orchester Leipzig. Seit 2019 ist er Kapellmeister des freien Orchesters Sinfonia Leipzig. Seine musikalische Ausbildung wird ergänzt durch Meisterkurse und Workshops bei Prof. Friederike Woebcken, Prof. Denis Rouger, Prof. Patrick Russill, Thomaskantor Gotthold Schwarz und Prof. Morten Schuldt- Jensen. Am 15.04.2019 gab er sein Debüt als Dirigent am Gewandhaus zu Leipzig mit der Paukenmesse von Joseph Haydn zusammen mit dem Akademischen Orchester Leipzig und dem Leipziger OratorienChor in Kooperation mit dem Chor Vox Humana.

Christopher Lade

Christopher Lade, geboren in Los Angeles, Kalifornien, hat als Dirigent und Pianist in den USA und Europa gearbeitet. Nachdem er seinen Bachelor und Master in Piano Performance bei Vitaly Margulis an der University of California, Los Angeles, erworben hatte, wurde er zum Young Artist an der Seattle Opera ernannt, wo er als erster Nicht-Sänger Teil des Programms war. Dort war er für die Einstudierung von Opern wie Don Pasquale, La Traviata, Rigoletto, Liederabende und Konzerte verantwortlich. Nach seinem Umzug nach Deutschland arbeitete er als Repetitor mit Dirigierverpflichtung am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, wo er Jen?fa, Sweeney Todd, Die Csárdásfürstin, Hänsel und Gretel und Die Tote Stadt einstudierte. Derzeit lebt er in Berlin.

Sinfonia Leipzig

Wir, die SINFONIA LEIPZIG, sind ein professionelles, freies Orchester der wohl schönsten Musikstadt Mitteldeutschlands. Ursprünglich gründeten wir uns aus der Idee heraus, das alljährliche Sommerloch zu schließen, in dem sich alle Kulturorchester in der Spielzeitpause befinden. So trug der Klangkörper bis einschließlich 2018 den passenden Namen SommerOrchester Leipzig.
Mittlerweile sind wir jedoch ganzjährig aktiv und bespielen neben verschiedenen Konzertsälen auch außergewöhnliche Orte wie öffentliche Parks, das Panometer Leipzig oder die Krypta des Völkerschlachtdenkmals unserer schönen Stadt.
Eine besondere Rolle in der Programmgestaltung nimmt die „Opera Casa“ ein, in der ein Orchester und die Gesangssolisten zum Publikum nach Hause kommen. Zum Repertoire der SINFONIA LEIPZIG gehören unter anderem „Der fliegende Holländer“, „Hänsel und Gretel“ oder auch „Don Giovanni“. Für kleinere Wohnungen gibt es zusätzlich die Reihe „Opera Casa Mini“. Hierbei arrangiert unser Composer in Resindence Douglas Brown Opernklassiker wie „La Traviata“ und „Carmen“ für eine kleinere Besetzung (ca. 10-15 Musiker).
Nachdem die SINFONIA LEIPZIG bereits in ihren Anfangsjahren verschiedene sinfonische Werke, wie das Mozart Requiem, Brahms Requiem oder auch Klavierkonzerte von Mozart aufführte, kam Ende 2018 eine neue Idee auf. Zusammen mit unserem neuen Chefdirigenten Christopher Lade entwickelten und planten wir eine neue Sinfoniekonzert-Reihe. Unter dem Namen „SinfoniaKonzerte“ startete nun am 16. Januar 2019 das neue Großprojekt. Auf dem Programm standen Schuberts 5. Sinfonie und Dvoraks 9. Sinfonie "Aus der neuen Welt". Wir sind sehr froh, für dieses Projekt die Peterskirche als Veranstaltungsort gefunden zu haben. Mitten im Herzen der Stadt sollen nun in den folgenden „SinfoniaKonzerten“ die Klassiker und Meisterwerke der Musikgeschichte zu Gehör gebracht werden. In unserem Orchester spielen vorwiegend Freiberufler, aber auch festangestellte Musiker aus über 20 Nationen.

Besuchen Sie uns bei einem unserer nächsten Konzerte und lassen Sie sich von der Flexibilität, Professionalität, Vielseitigkeit und unserer Freude an der Musik begeistern.
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