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| Besprechungen KV 200 bis 249 |
 

  • KV 201 Leichlingen Germania   Musik anhören

    Sinfonie Nr.29 A- Dur
    Mozart komponierte als 18-jähriger die Sinfonie in A-Dur, KV 201 im Frühling des Jahres 1774. Der Charakter der Sinfonie wirkt heiter, gelöst und unproblematisch. Die Synthese jedoch von kammermusikalischer Feinheit und impulsiver sinfonischer Kraft gibt der Komposition eine ungeheure Tiefe und Vergeistlichung des sinfonischen Modells.
    Schon bei der Wiederholung des Hauptthemas imitieren die tiefen Streicher das Thema in einem halbtaktigen Abstand, eine moderne, klassische Steigerungstechnik: Die Einzelstimmen haben sich emanzipiert, die Melodien werden, fast wie in einem Streichquartett auf die einzelnen Stimmen verteilt. Damit einher geht auch eine Verfeinerung der Instrumentation.
    Obwohl die Sinfonie mit der schlichtesten, konventionellen Orchesterbesetzung auskommt ( Streicher, zwei Oboen, zwei Hörner), gewinnt sie diesem Instrumentarium eine große Spannweite an klanglichen Wirkungen ab: besonders zauberhaft im langsamen Satz, in dem die Bläser bei der Übernahme der Themen von den weichzeichnenden Streichern auch den Charakter verwandeln. Die einzelnen Sätze sind subtil aufeinander bezogen, so daß der Zyklus gefestigt und wohlproportioniert erscheint: Kopfsatz und Finale sind durch den charakteristischen Oktavsprung des Hauptthemas verbunden, die Mittelsätze kreisen auf ganz verschiedene Weise um den punktierten Rhythmus. Der kantable federnd-elegante Musikstil zeigt in diesem frühen Werk schon den unverwechselbaren Mozart´schen Ton.

  • KV 220 Mettmann St Lampertus   Musik anhören

    Missa brevis et solemnis in C KV 220
    Als „Spatzen-Messe“ bekannt geworden, verdankt die Missa C-Dur KV 220 ihren Namen den an Vogelgezwitscher erinnernden Violinfiguren im „Hosanna“ des „Sanctus“ und „Benedictus“. Mozart komponierte das Werk vermutlich Ende 1775 bzw. Anfang 1776.
    Aufgrund eines Erlasses des Fürsterzbischofs Hieronymus Colloredo in Salzburg, in dessen Diensten Mozart stand, durfte eine Messe mit allen Teilen, Kyrie, Gloria und Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei nebst Epistelsonate nicht länger als eine dreiviertel Stunde dauern. Die Bezeichnung „brevis“ gibt an, dass es sich bei dem Werk um eine „kurze“ Messe handelt, die dem Erlass des Bischofs gerecht wird: Die Bezeichnung „solemnis“ macht deutlich, dass das Orchester neben dem klassischen Kirchentrio mit Violine 1 und 2 und Bassgruppe mit zwei Trompeten und Pauken besetzt ist.
    Neben formalen Besonderheiten fällt bei der „Spatzen-Messe“ vor allem auf, dass hier der Kontrapunkt nahezu vermieden wurde. Selbst die obligaten Schlussfugen zum „Gloria“ und „Credo“ fehlen. Beim „Dona nobis pacem“ kehrt die Musik des „Kyrie“ wieder, ein Verfahren, das schon bei Joseph und Michael Haydn zu finden ist und das auch Franz Xaver Süßmayr bei der Ergänzung des Mozart-Requiem angewandt hat. Text von Matthias Röttger nach einem Vorwort von Franz Beyer

  • KV 243 Städtischer Chor Leverkusen   Musik anhören

    W.A. Mozart: “Litaniae de venerabili altaris Sacramento KV 243” In seinem Artikel Verbürgte Anekdoten aus Wolfgang Gottlieb Mozarts Leben in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung von 1800/1801 berichtet Friedrich Rochlitz von einem angeblichen Gespräch Mozarts mit dem Thomaskantor und Bach-Schüler Johann Friedrich Doles 1789 in der Leipziger Thomaskirche (wo Mozart tatsächlich auf Bach’s Orgel gespielt hat).
    Mozart, der Katholik, gibt darin dem Protestanten Doles zu bedenken: »Ihr fühlt gar nicht, was das will: Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem, und dergleichen... Aber wenn man von frühester Kindheit, wie ich, in das mystische Heiligthum unsrer Religion eingeführt ist; wenn man da, als man noch nicht wußte, wo man mit seinen dunklen, aber drängenden Gefühlen hinsolle, in voller Inbrunst des Herzens seinen Gottesdienst abwartete, ohne eigentlich zu wissen, was man wollte; und leichter und erhoben daraus wegging, ohne eigentlich zu wissen, was man gehabt habe; wenn man die glücklich pries, die unter dem rührenden Agnus Dei hinknieten und das Abendmal empfingen, und beim Empfang die Musik in sanfter Freude aus dem Herzen der Knieenden sprach: Benedictus qui venit etc. dann ist's anders.«
    Obwohl das zitierte Gespräch in der Thomaskirche nicht sicher verbürgt ist, und Mozart durch die Auseinandersetzung mit Gedanken der Aufklärung und des Freimaurertums nicht in der traditionell kirchenfrommen Erziehung seiner Salzburger Jugend befangen blieb, scheinen mir seine Worte doch mit der Innigkeit und Süße, auch der Dramatik der Musik der “Litaniae de venerabili altaris Sacramento KV 243” zu korrespondieren. Mozarts Musik spricht hier durchaus so.
    Von allen Kommentatoren hat der große Mozart-Forscher Alfred Einstein dieses Werk, wie mir scheint, am besten verstanden – auch wenn er die religiöse Veranlassung virtuoser Konzertarien anzuzweifeln scheint. Er schreibt: ?Die Litaniae de venerabili altaris Sacramento sind eins seiner persönlichsten, mozartischsten Werke, das zu bewundern und zu lieben nur kirchenmusikalischer Purismus verhindern kann. Es wäre ungefähr so, wie wenn man das Große Jüngste Gericht oder den Höllensturz von Rubens als Malerei ablehnen wollte, da einige der weiblichen Seligen oder Verdammten sich nicht scheuen, einige unleugbare Reize zur Schau zu stellen. Und daran hat kein Gläubiger des 17. oder 18. Jahrhunderts Anstoß genommen. Nun, da Mozart diesmal keine Rücksicht auf den Erzbischof zu nehmen braucht, legt er sich auch keine Rücksichten als Musiker auf; er breitet sich aus, er schreibt umfangreiche Arien für Solisten, er gestattet sich polyphone Arbeit und gestaltet das Pignus zu einer Doppelfuge, einem seiner größten Meisterwerke im kontrapunktischen Salzburger Stil. Daneben schreibt er homophone Stellen, die so ‘modern‘ sind, daß man glaubt, sie etwa in Verdi’s “Requiem” antreffen zu können. Für wen hat Mozart dergleichen geschrieben? Offenbar für Kenner unter den Andächtigen; es war ein Konzert unter liturgischem Vorwand. Dem entsprechen auch die koloraturreichen Arien mit obligaten Instrumenten; und die unglaublich farbige Orchestrierung, die kontrastreiche, unmittelbare Aufeinanderfolge der einzelnen Sätze: welch ein Effekt, wenn das Tremendum mit den drei Posaunen einsetzt!
    Wahrlich, Werke wie dieses, (das er besonders schätzte) hat Mozart im Kopf gehabt, wenn er in seinem Gesuch an den Hochweisen Wiener Magistrat 1791 von seinen “auch im Kirchenstyl ausgebildeten Kenntnissen” spricht. Seit frühchristlicher Zeit wird bei der Abendmahlsfeier während der Danksagung eine Sakramentslitanei gesungen. Gerade im süddeutsch-österreichischen Raum waren diese Lobpreisungen oder Bittgebete mit der häufigen Wiederholung des »miserere nobis« - erbarme Dich unser – sehr beliebt. Die Litaniae de venerabili altaris Sacramento KV 243 erklangen zum ersten Mal im März 1776, an einem Palmsonntag, im Salzburger Dom.
    Auf der Grundlage des feststehenden Textes bedient sich Mozart bei dieser Vertonung der mehrsätzigen Kantatenform, wie er sie in Italien kennengelernt hatte. Seine Erfahrungen mit der glanzvollen italienischen Kirchen- und Opernmusik während der drei Reisen ins »gelobte Land« der Musik (1769-1773) hatten seinen Stil 1776 schon weit über die Salzburger Vorbilder Michael Haydn, J.E. Eberlin und des eigenen Vaters hinauswachsen lassen. Seine melodische Glut, die Tiefe seiner Farben, sind in diesem Werk schon ohne jeden Vergleich; das Genie des Zwanzigjährigen schlägt bereits Töne an, die noch im “Requiem” von 1792 nachhallen werden.
    Helmut Breidenstein

  • KV 243 Städtischer Chor Leverkusen   Musik anhören

    Text in Latein und Deutsch
    Litaniae de venerabili altaris Sacramento
    Litaneien über das Sakrament des verehrungswürdigen Altares.
    Text Übersetzung aus dem Lateinischen Dirk Hansen


    KYRIE
    Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie, eleison. Christe audi nos, Christe exaudi nos Pater de coelis Deus, miserere nobis. Fili Redemptor mundi Deus, miserere nobis. Spiritus Sancte Deus, miserere nobis. Sancta Trinitatis, unus Deus, miserere nobis

    KYRIE
    Herr, erbarme dich, Christus, erbarme dich, Herr, erbarme dich! Christus, höre uns, Christus, erhöre uns! Vater im Himmel, Gott, erbarme dich unser! Sohn, Erlöser der Welt, Gott, erbarme dich unser! Heiliger Geist, Gott, erbarme dich unser! Heilige Dreieinigkeit, einziger Gott, erbarme dich unser!

    PANIS VIVUS
    Panis vivus, qui de coelo descendisti, miserere nobis. Deus absconditus et Salvator, frumentum electorum, miserere nobis. Vinum germinans virgines, miserere nobis! Panis pinguis et deliciae regum, miserere nobis. miserere nobis. Juge sacrificium, oblatio munda, miserere nobis. Agnus absque macula, miserere nobis. Mensa purissima, angelorum esca, miserere nobis. Manna absconditum, miserere nobis. Memoria mirabilium, mirabilium Dei, panis supersubstantialis, miserere nobis.

    PANIS VIVUS
    Lebendiges Brot, das du vom Himmel herabgestiegen bist, erbarme dich unser! Verborgener Gott und Retter, Nahrung der Auserwählten, erbarme dich unser! Wein, der Jungfrauen sprossen läßt, erbarme dich unser! Strotzendes Brot und Ergötzen der Könige, erbarme dich unser! Vereintes Opfer, reine Spende, erbarme dich unser! Lamm ohne Fehler, erbarme dich unser! Reines Mahl, Speise der Engel, erbarme dich unser! Verborgenes Manna, erbarme dich unser! Andenken an die Wundertaten, die Wundertaten Gottes, überirdisches Brot, erbarme dich unser!

    VERBUM CARO FACTUM
    Verbum caro factum, habitans in nobis, Miserere nobis!

    VERBUM CARO FACTUM
    Fleischgewordenes Wort, das in uns wohnt, erbarme dich unser!

    HOSTIA SANCTA
    Hostia sancta, calix benedictionis, mysterium fidei, miserere nobis. Praecelsum er venerabile Sacramentum, Sacrificium omnium sanctissimum, miserere nobis! Vere propitiatorium pro vivis et defunctis, coeleste antidotum, quo a peccatis praeservarnur, Stupendum, supra omnii miracula, miserere nobis. Sacratissima Dominicae passionis commemoratio, donum transscendens omnem plenitudinem, memoriale praecipuum divini amoris, divinae affluentia largitatis, miserere nobis. Sacrosanctum et augustissimum mysterium, Pharmacum immortalitatis, miserere nobis.

    HOSTIA SANCTA
    Heilige Hostie, Kelch des Segens, Wunder des Glaubens, erbarme dich unser! Herausragendes und verehrungswürdiges Sakrament, heiligstes aller Opfer, erbarme dich unser! Wahres Versöhnungsmittel für die Lebenden und die Toten, himmlisches Gegengift, durch das wir von den Sünden errettet werden, Wunder, höher als alle Wundertaten, erbarme dich unser! Heiligstes Andenken an das Leiden des Herrn, Geschenk, das alle Fülle übersteigt, vornehmstes Andenken der göttlichen Liebe, Reichtum der göttlichen Freigebigkeit, erbarme dich unser! Heiligstes, verehrtes Wunder, Mittel der Unsterblichkeit, erbarme dich unser

    TREMENDUM
    Tremendum ac vivificium Sacramentum, Miserere nobis. Panis omnipotentia verbi caro factus, Tremendum Sacramentum, miserere nobis. Incruentum sacrificium, miserere nobis. Tremendum Sacranientum, miserere nobis. Cibus et conviva, miserere nobis. Tremendum ac vivificium Sacramentum, Miserere nobis.

    TREMENDUM
    Erschauern lassendes, lebenspendendes Sakrament, erbarme dich unser! Brot, durch die Allmacht des Wortes Fleisch geworden, Erschauern lassendes Sakrament, erbarme dich unser! Unblutiges Opfer, erbarme dich unser! Erschauern lassendes Sakrament, erbarme dich unser! Speise und Tischgenosse, erbarme dich unser! Erschauern lassendes, lebenspendendes Sakrament, erbarme dich unser!

    DULCISSIMUM CONVIVIUM
    Dulcissimum convivium, cui assistunt angeli Sacramentum pietatis, vinculum caritatis, Miserere nobis. Miserere nobis. Refectio animarum, animarum sanctarum, Spiritualis dulcedo in proprio fonte degustata, Offerens et oblatio, miserere nobis.

    DULCISSIMUM CONVIVIUM
    Süßestes Mahl, bei dem die Engel zugegen sind Sakrament der Gnade, Band der Nächstenliebe, erbarme dich unser! Spendend und selbst Opfer, erbarme dich unser! Geistige Süßigkeit, an der Quelle selbst gekostet, Erfrischung der Seelen, der heiligen Seelen, erbarme dich unser!

    VIATICUM
    Viaticum in Domino morientium, miserere nobis.

    VIATICUM
    Wegzehrung derer, die im Herrn sterben, erbarme dich unser!

    PIGNUS
    Pignus futurae, futurae gloriae, miserere nobis.

    PIGNUS
    Pfand der Zukunft, der zukünftigen Ehre, erbarme dich unser!

    AGNUS DEI
    Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, parce nobis Domine. Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, exaudi nos Domine. Agnus Dei, qui tollis peccata mundi.

    AGNUS DEI
    Lamm Gottes, das du aufhebst die Sünden der Welt, verschone uns, Herr! Lamm Gottes, das du aufhebst die Sünden der Welt, erhöre uns, Herr! Lamm Gottes, das du aufhebst die Sünden der Welt.

    MISERERE
    Miserere nobis.

    MISERERE
    Erbarme dich unser!

    Dirk Hansen, Übersetzung aus dem Lateinischen

  • KV 244/328/67 Bergheim St. Gereon   Musik anhören

    Die Kirchensonaten Mozarts sind sämtlich Epistel-Sonaten, d. h. sie wurden im Salzburger Dom nach der Epistel, der neutestamentlichen Lesung, anstelle eines Vokalstückes musiziert.

    Wir haben sie neben dieser liturgischen Stelle auch als Vorspiel und als Instrumentalstück zur Communio eingesetzt.
    Bewusst haben wir drei Kirchensonaten aus ganz verschiedenen Zeiträumen ausgesucht, mit KV 67 die früheste überhaupt von 1772, übrigens die einzige in langsamem Tempo, mit KV 244 eine aus Mozarts mittlerer Kirchenmusikperiode von 1776 und mit KV 328 die vorletzte aus dem Jahr 1779.

  • 2KV 339 Herfort Münster

    Psalm 112 Fortsetzung/ 113,117 und Magnificat

    In memoria aeterna erit justus: >>> In ewigem Gedenken wird der Gerechte sein:
    ab auditione mala >>> vor böser Rede
    non timebit. >>> braucht er sich nicht zu fürchten.
    Paratum cor ejus >>> Sein Herz ist bereit,
    sperare in Domino, >>> auf den HERRN zu hoffen;
    non commovebitur >>> er wird nicht wanken,
    donec despiciat inimicos suos. >>> bis er auf seine Feinde herabsieht.
    Dispersit, dedit pauperibus: >>> Er verteilt, gibt den Armen:
    justitia ejus manet >>> seine Gerechtigkeit währt
    in saeculum, in saeculum saeculi: >>> von Ewigkeit zu Ewigkeit.
    cornu ejus exaltabitur in gloria. >>> Sein Horn ragt hoch in Ehren.
    Peccator videbit, et irascetur, >>> Der Sünder wird es sehen und wütend werden,
    dentibus suis fremet et tabescet: >>> mit seinen Zähnen knirscht er und vergeht:
    desiderium peccatorum peribit. >>> das Begehren der Frevler wird zunichte werden.
    Gloria Patri, ... etc.>>> Ehre sei dem Vater ... etc.

    IV. Laudate pueri (Psalm 113)

    Laudate pueri Dominum:>>> Lobet, ihr Knechte, den HERRN:
    laudate nomen Domini. >>> lobet den Namen des HERRN.
    Sit nomen Domini benedictum, >>> Der Name des HERRN sei gepriesen
    ex hoc nunc et usque in saeculum. >>> von nun an bis in Ewigkeit.
    A solis ortu usque ad occasum, >>> Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang
    laudabile nomen Domini. >>> sei der Name des HERRN gelobt.
    Excelsis super omnes gentes Dominus,>>> Erhaben ist der HERR über alle Völker
    et super coelos gloria ejus. >>> und über den Himmel ragt sein Ruhm.

    Quis sicut Deus noster, >>> Wer ist wie unser Gott,
    qui in altis habitat, >>> der in der Höhe thront
    et humilia respicit >>> und auf das Geringe herabsieht
    in coelo et in terra? >>> im Himmel und auf der Erde?
    Suscitans a terra inopem, >>> Der erhebt von der Erde den Schwachen,
    et de stercore erigens pauperem. >>> aus dem Schmutz aufrichtet den Armen:
    Ut collocet eum cum principibus, >>> Um ihm Platz zu geben bei Fürsten,
    cum principibus populi sui. >>> bei den Fürsten seines Volkes.

    Qui habitare facit >>> Der wohnen lässt
    sterilem in domo, >>> die Kinderlose im Hause
    matrem filiorem laetantem.>>> als frohe Mutter ihrer Kinder.

    Gloria Patri, ... etc. >>> Ehre sei dem Vater ... etc.

    V. Laudate Dominum (Psalm 117)

    Laudate Dominum omnes gentes, >>> Lobet den HERRN, alle Geschlechter:
    laudate eum omnes populi. >>> lobet ihn, alle Völker.
    Quoniam confirmata est >>> Denn befestigt ist
    super nos misercordia eius: >>> über uns seine Barmherzigkeit:
    et veritas Domini >>> und die Wahrheit des HERRN
    manet in aeternum. >>> bleibt in Ewigkeit.

    Gloria Patri, ... etc. >>> Ehre sei dem Vater ... etc.

    VI. Magnificat (Lukas 1, 46 – 56)

    Magnificat anima mea >>> Hoch preise meine Seele
    Dominum, >>> den HERRN,
    et exsultavit spiritus meus >>> und mein Geist frohlocke
    in Deo salutari meo. >>> in Gott, meinem Heilande.
    Quia respexit humilitatem >>> Denn er hat angeschaut die Niedrigkeit
    ancillae suae: >>> seiner Magd:
    ecce enim ex hoc >>> siehe, von nun an
    beatam me dicent >>> werden mich selig preisen
    omnes generationes. >>> alte Geschlechter.
    Quia fecit mihi magna >>> Denn Großes hat an mir getan,
    qui potens est, >>> der mächtig ist
    et sanctum nomen ejus. >>> und dessen Name heilig ist.
    Et misericordia ejus >>> Seine Barmherzigkeit währt
    a progenie in progenies >>> von Geschlecht zu Geschlecht
    timentibus eum. >>> bei denen, die ihn fürchten.
    Fecit potentiam in brachio suo: >>> Er übet Gewalt mit seinem Arm
    dispersit superbos >>> und zerstreut, die hoffärtig sind
    mente cordis sui. >>> in ihres Herzens Sinn.
    Deposuit potentes de sede, >>> Die Mächtigen stürzt er vom Throne
    et exaltavit humiles.>>> und erhöhet die Demütigen.
    Esurientes implevit bonis: >>> Die Hungrigen erfüllt er mit Gütern
    et divites dimisit inanes. >>> und die Reichen entlässt er leer.
    Suscepit Israel >>> Er nimmt sich an Israels,
    puerum suum, >>> seines Knechtes
    recordatus misericordiae suae. >>> gedenkend seiner Barmherzigkeit.
    Sicut locutus est >>> Wie er gesprochen hat
    ad patres nostros, >>> zu unseren Vätern
    Abraham et semini ejus >>> Abraham und seinem Samen
    in saecula.>>> auf ewig.

    Gloria Patri, ... etc.>>> Ehre sei dem Vater ... etc


 
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Seiten am 8-12-2011 um 11:52:17 aktualisiert.