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KV 193 Leichlingen Kantorei
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Magnificat
Von den Vespern und Vesperpsalmen, die Mozart für den Salzburger Dom geschrieben hat, sind die Vesperteile ''Dixit und Magnificat'', KV 193 die frühesten. Sie entstanden im Sommer des Jahres 1774. Das ''Dixit Dominus'' (Psalm 109) bildet den ersten Satz der Vesper, das ''Magnificat'', das Sie heute hören, den letzten. Vermutlich erklang es am Vorabend eines größeren Kirchenfestes, da es prachtvoll mit Pauken und Trompeten instrumentiert ist. Es ist durch das mehrfach wiederkehrende, aus dem 3. Psalmton abgeleitete Hauptthema rondoförmig angelegt, wobei jedoch einzelne Verse wie Quia respexit oder Et misericordia eius ihrem Ausdruck gemäß eine stark gegensätzliche Thematik aufweisen. Mozart's Vespern und Vesperteile sind Meisterwerke ihres Genres, die wie auch z.B. Bach's Magnificat heute ihren festen Platz in Kirchenkonzerten behaupten.
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KV 198 Collegium Marianum - Chorgemeinschaft Marienschule Opladen
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Das Duett Sub tuum praesidium war in seiner Zuschreibung zu Mozart lange umstritten.
Anmerkungen aus Köchel:
„ Durch den P.Herrmann Moser, Regens Chori im Stifte Göttweih, habe ich in Abschrift erhalten. Melodie und Stimmführung lassen Mozart nicht verkennen, obschon ein Duett für Sopran und Tenor mit solcher Begleitung in Mozarts Kirchenmusik etwas ungewöhnliches ist. Es ist dieses Offertorium überhaupt wenig bekannt. Professor Schafhäutl in München hält es mit Grund für echt“.
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KV 194 Langenfeld St. Josef
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Im Sommer 1774 schrieb W.A.Mozart in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft
zwei Messen, die Missa brevis in F KV192 und die Missa brevis in D KV194.
Beiden Kompositionen eigen ist eine mehr oder weniger stark ausgeprägte
Neigung zur kontrapunktischen Schreibweise; Mozart sucht in beiden brevis-Messen
die altherge-brachten polyphonen Techniken mit einer modernen Tonsprache
zu verbinden.
Die Missa brevis in D KV194 entstand nur wenige Wochen nach ihrer F-Dur-Schwester.
Mozarts autographe Partitur ist auf den 8.August 1774 datiert. Das Werk
war für den Salzburger Dom bestimmt. Dem äußeren Rahmen einer Missa brevis
entspricht Mozart wie in der F-Dur-Messe durch eine sparsame Besetzung
mit vier Singstimmen (SATB),chorisch und solistisch, zwei Violinen, Bass
und Orgel sowie den drei in Salzburg üblichen colla-parte-Posaunen zur
Verstärkung der Chorunterstimmen.
Stilistisch steht die D-Dur-Messe der F-Dur-Messe nahe, doch nimmt der
Kontrapunkt insgesamt einen geringeren Raum ein. Schon im Kyrie scheint
sein Anteil zurückgedrängt. Nur noch der Anfang des Kyrie II präsentiert
sich im Gewand einer regelrechten Fugen-Exposition , das Christe eleison
hingegen wirkt trotz fugaler Anlage eher wie ein episodenhaftes kontrapunktisches
Motivspiel, die kleien Modulationspassage nach dem eröffnenden Themenvortrag
(Takte 6 - 9) sogar mehr wie neuartige motivistische Arbeit, die ihrerseits
bereits als Resultat einer intensiven Auseinandersetzung mit polyphonen
Techniken anzusehen ist. Das Orchester begleitet wie in KV192 weitgehend
an den Singstimmen orientiert, tritt aber gerade in den themenverarbeitenden
Partien mit kurzen eigenständigen Motiven hervor, das Fugato des Kyrie
II begleitet es sogar mit einer obligaten Bassfiguration.
Gloria und Credo sind vorwiegend homophon konzipiert. Im Gloria kommt
es lediglich bei Domine Deus Agnus Dei und im abschließenden Amen zu imitatorischen
Stimmenver-flechtungen, ein eigentliches der F-Dur-Messe vergleichbares
Schlussfugato fehlt jedoch. Im Credo bleibt der Kontrapunkt auf die Stellen
Et resurrexit, in remissionem peccatorum und auf das Amen beschränkt.
Ansonsten lockert sich der akkordische Satz nur selten. Auf unterschiedliche,
aber dennoch der Messe KV192 verwandte Weise löst Mozart das Problem der
musikalischen Zusammenfassung der einzelnen Glaubenssätze. Anstelle von
Credo-Rufen (die Priesterintonation ''Credo in unum Deum'' bleibt
bei dieser Messe unvertont) greift er das Eröffnungsmotiv der Violinen
an verschiedenen Stellen des Satzes wieder auf, wodurch er eine ähnlich
vereinheitlichende Struktur erhält wie in KV192. Darüber hinaus verklammert
er das Ende des ersten Credo-Teils mit dem Schluss des dritten, indem
er die Thematik des descendit de coelis zum letzten Amen wiederkehren
lässt. Desgleichen schlägt er durch die Wiederaufnahme des Et resurrexit-Themas
im Amen-Fugato einen großen Bogen innerhalb des dritten Credo-Abschnitts.
Überhaupt erweist sich das Et vitam mit dem Rückgriff auf die wichtigsten
formkonstitutiven Elemente (Credo-Beginn, et resurrexit-Fugato und descendit-Passage)
gleichsam als Resümee des ganzen Satzes. Ähnliche Bestrebungen zu formaler
Abrundung zeigen auch Kyrie und Gloria mit ihrer reprisenartigen Wiederholung
des jeweiligen Anfangsgedankens.
Am nächsten kommen sich die Messen in F und in D im Sanctus. Hier beansprucht
die Polyphonie in beiden Sätzen einen in etwa gleichen Anteil, ja im Benedictus
scheinen imitierende Stimmeneinsätze in letzterer sogar zu überwiegen.
Zu Beginn des Sanctus kleidet Mozart den fugierten Chorsatz wie in der
wenige Wochen älteren Komposition in eine eigenständige Umspielung des
Orchesters, welche sich hier wie dort durch ihre unaufdringliche Art ausnimmt
und als organische Ergänzung des Vokalparts erweist. Die Thematik der
kleinen Hosanna-Fuge ist von ähnlich beschwingter Leichtigkeit wie in
KV192.
Ebenfalls nahe stehen sich die Agnus-Dei-Vertonungen der beiden Schwesterwerke,
diesmal jedoch nicht hinsichtlich des Kontrapunkts, sondern im Hinblick
dessen Verzicht. Das Agnus Dei der D-Dur-Messe steht gleichfalls in der
parallelen Molltonart und zeichnet sich durch eine expressive, spannungsreiche
Diktion aus. Das Dona nobis bildet wie in KV192 einen gefällig-heiteren
Beschluss der gesamten Messe, im Vergleich zum Vorgängerwerk mit seiner
barförmigen Anlage nun aber als Sonatensatz mit zwei Themen, veritabler
Durchführung und Reprise auch formal auf der Höhe seiner Zeit.
Insgesamt ist die kompositorische Struktur in KV194 weniger verdichtet
als in KV192, die gefälligere Tonsprache ergreift mehr Raum. Nicht zuletzt
darin scheint auch die große Beliebtheit dieses Werkes begründet und die
Tatsache, dass gerade es 1793 als erste aller Mozartschen Messen im Druck
erschien.
Mannheim, im Oktober 1990 Jochen Reutter
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KV 165 Leverkusen Städtischer Chor
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"Exsultate, jubilate"
Der 16jährige Mozart schrieb dieses taufrische Werk 1773 in Mailand für den berühmten Kastraten Rauzzini, der dort bei der erfolgreichen Uraufführung von Mozarts Oper „Lucio Silla“ eine Hauptrolle sang. Es ist eigentlich eine dramatische Kantate, geistlich daran ist nur der Text, der Maria, die „Krone der Jungfrauen“, als aufsteigende Morgenröte preist - ganz im Sinne des Adventsgedankens. Seine geradezu weltliche Fröhlichkeit erinnert an den heiteren Stil des süddeutschen Spätbarock wie er uns in den beglückenden Kirchen Balthasar Neumanns und Domenikus Zimmermanns, Vierzehnheiligen und Wieskirche, begegnet. Mozart, der selbst ein hervorragender Geiger war, spielte auch die von ihm sehr geliebte Bratsche, ein Grund für seine stets sehr lebendigen Mittelstimmen. Auch im zweiten Hauptsatz dieser „Motette“ gibt er ihr sehr dankbare Aufgaben.
Helmut Breidenstein
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KV 192 Bergheim St. Gereon
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Die Missa brevis F-Dur KV 192 komponierte Mozart im Jahr 1774 für den Salzburger Dom, höchstwahrscheinlich für einen ganz normalen Sonntag. Der Chor wird nur von Streichern begleitet, die Aufgaben der Solisten sind auf kleinere Ensemble-Einwürfe zurückgedrängt. Mozart scheint die formalen Beschränkungen, die ihm auferlegt waren, als Aufgabe betrachtet zu haben, zu möglichst kreativen und interessanten Ergebnissen zu kommen. In der F-Dur-Messe ist die kontrapunktische Durchdringung besonders auffällig und reichhaltig. Für ausgedehnte Fugen war kein Platz, dennoch bringt er drei Fugati (Gloria- und Credo-Schluss sowie Osanna) unter. Von besonderer Machart ist das Credo, das durchgehend auf dem berühmten Vier-Ton-Motiv basiert, das Mozart schon in seiner ersten Sinfonie, aber auch in seiner großen Credo-Messe von 1776 und noch in seiner letzten Sinfonie, der Jupiter-Sinfonie, verwendete. Es durchzieht den ganzen Satz und ist besonders bei den immer wieder wiederholten „Credo“-Einwürfen, die der Messe den Beinamen „Kleine Credo-Messe“ verliehen haben, eingesetzt.
Text der Messe:
Kyrie eleison.>>>Herr, erbarme dich.
Christe eleison.>>> Christus, erbarme dich.
Kyrie eleison.>>> Herr,erbarme dich.
Gloria in excelsis Deo, et in terra pax hominibus bonae voluntatis.>>> Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden den Menschen guten Willens.
Laudamus te, benedicimus te, >>> Wir loben dich, wir preisen dich,
adoramus te, glorificamus te.>>> wir beten dich an, wir verherrlichen dich.
Gratias agimus tibi >>> Wir sagen dir Dank
propter magnam gloriam tuam.>>> wegen deiner großen Herrlichkeit.
Domine Deus, rex caelestis, Deus Pater omnipotens. Domine Fili unigenite, Jesu Christe. Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris.>>> Herr Gott, König des Himmels, Gott allmächtiger Vater. Herr eingeborener Sohn, Jesus Christus. Herr Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters.
Qui tollis peccata mundi, miserere nobis. Qui tollis peccata mundi, suscipe deprecationem nostram. >>> Der du trägst die Sünde der Welt, erbarme dich unser. Der du trägst die Sünde der Welt, nimm unser Flehen an.
Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis.>>> Der du sitzest zur Rechten des Vaters, erbarme dich unser.
Quoniam tu solus sanctus, tu solus Dominus, tu solus altissimus, >>> Denn du allein bist der Heilige, du allein der Herr, du allein der Höchste,
Jesu Christe,>>> Jesus Christus,
cum Sancto Spiritu in gloria Dei Patris. Amen.>>> mit dem Heiligen Geist in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Amen.
Credo in unum Deum, patrem omnipotentem, factorem coeli et terrae, visibilium omnium et invisibilium.>>> Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, alles Sichtbaren und Unsichtbaren.
Et in unum Dominum Jesum Christum, Filium Dei unigenitum, et ex Patre natum ante omnia saecula.>>> Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater hervorgegangen vor aller Zeit.
Deum de Deo, lumen de lumine, Deum verum de Deo vero, genitum non factum, consubstantialem Patri, per quem omnia facta sunt, qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de coelis.>>> Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott von wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch ihn ist alles geschaffen, der für uns Menschen und für unser Heil von den Himmeln herabgestiegen ist.
Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine et homo factus est.>>> Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus Maria, der Jungfrau, und ist Mensch geworden.
Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato, passus et sepultus est.>>> Er wurde sogar gekreuzigt für uns unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden.
Et resurrexit tertia die secundum scripturas, et ascendit in coelum, sedet ad dexteram Patris. Et iterum venturus est cum gloria judicare vivos et mortuus, cujus regni non erit finis.>>> Er ist auferstanden am dritten Tage gemäß der Schrift und aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit zu richten die Lebenden und die Toten, seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Et in Spiritum Sanctum Dominum et vivificantem, qui ex Patre Filioque procedit, qui cum Patre et Filio simul adorator et conglorificatur, qui loccutus est per prophetas.>>> Und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der zusammen mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten.
Et unam sanctam, catholicam et apostolicam ecclesiam. Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum. Et expecto resurrectionem mortuorum, et vitam venturi saeculi. Amen.>>> Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden und erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.
Sanctus, sanctus, sanctus,>>> Heilig, heilig, heilig,
Dominus Deus Sabaoth.>>> Gott, Herr der Heerscharen.
Pleni sunt coeli et terra gloria tua.>>> Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner
Osanna in excelsis>>> Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe.
Benedictus qui venit in nomine Domini Osanna in excelsis.>>> Gelobt sei, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.
Agnus Dei qui tollis peccata mundi, miserere nobis.>>> Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünde der Welt, erbarme dich unser.
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi,dona nobis pacem.>>> Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünde der Welt, gib uns Frieden.
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